Drücken Sie Enter, um das Ergebnis zu sehen oder Esc um abzubrechen.

IM GESPRÄCH: Senior Producer Hans Lo über Mortal Kombat X und seine Anfänge in der Spielebranche

Die Geschichte von Mortal Kombat reicht inzwischen gut 23 Jahre zurück. Eine Zeit voller Blut, schlechter B-Movies, Indizierungen und Beschlagnahmungen. Mit Mortal Kombat X steht der zehnte Teil der Prügelserie in den Startlöchern. Und ich war zwei Tage in London unterwegs, um das neue Spiel – sowie LEGO Jurassic World – anzutesten und mit Senior Producer Hans Lo von den NetherRealm Studios ein paar Worte zu wechseln.


Wenn du zurück an deine Geschichte als Spieleentwickler und Mortal Kombat denkst, was kommt dir da in den Sinn?

Hans Lo: Wow, das ist eine verdammt lange Zeit. Mortal Kombat gibt es seit 1992. Ich arbeite seit 1988 in der Branche. Als der erste Teil damals erschien, arbeitete ich als Tester bei Nintendo. Acclaim, die der Publisher des Spiels waren, schickten uns einen Spielautomaten rüber, damit wir das Spiel beurteilen konnten. Ich hatte damals ein ganzes Wochenende Zeit, um nur dieses eine Spiel zu zocken. Das war eine tolle Zeit. Und ich erinnere mich noch dran, wie mein Boss mir auf die Schulter tippte und meinte: “Komm, lass uns ein paar Runden spielen!” Das ist vielleicht meine liebste, aber auf jeden Fall meine älteste Erinnerung an Mortal Kombat.

Ihr benutzt Quick-Time-Events (kurz QTE) in euren Zwischensequenzen. Dieses Stilmittel ist ja zuletzt nochmal durch The Order 1886 kritisch ins Zentrum des Interesses gerückt. Warum greift ihr darauf zurück?

Hans Lo: Wir wollten den Spieler aus seiner Zuschauerrolle herausholen. Natürlich macht es Spaß, sich einen Film anzuschauen. Aber letztlich fühlt man sich mehr involviert, wenn man direkter eingreift. Es kommt letztlich auf den Zusammenhang an. Beispielsweise bestrafen wir Spieler nicht, wenn sie einen QTE ignorieren oder einen Fehler machen. Letztlich verändert sich nur die Zwischensequenz, aber man wird nicht zurückgesetzt. Wir schaffen damit sogar einen gewissen Wiederspielwert. Schließlich könnte man ja ausprobieren, was passiert, wenn man alle QTEs versemmelt!?

Was glaubst du, spielen die Leute dort draußen Mortal Kombat in erster Linie wegen der virtuellen Gewalt oder wegen der Spielmechanik?

Hans Lo: Das ist eine schwierige Frage. Ich persönlich rede mir ein, dass Leute Mortal Kombat zuerst als Kampfspiel mögen. Natürlich kannst du kurzen Spaß damit haben, aber darunter verbirgt sich auch ein tiefes Kampfsystem mit vielen Profi-Funktionen wie Frame-Countern. Die Gewalt nutzt sich ja auch irgendwann ab.

Es gab eine Clueless-Gamer-Episode mit Conan O’Brien, Marshawn Lynch und Rob Gronkowski (ZUM VIDEO). Was sagst du als Spieleentwickler dazu, dass euer Spiel in dieser Form im Mainstream aufbereitet wird?

Hans Lo: Ich fands witzig! Conan O’Brien ist ein toller Entertainer. Es gab einige gute Lacher. Für uns war das eine Möglichkeit, große Aufmerksamkeit zu bekommen. Videospiele rückten in den letzten Jahren immer weiter in den Mainstream. Warum sollten sie nicht auch ihren Platz in einer Unterhaltungssendung wie Conan O’Brien finden?


REFERENZ: Mortal Kombat X bei SPIELETIPPS

 

Kommentare

Hinterlassen Sie ein Kommentar

Bloggerei.de Bloggeramt.de